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Jahresrückblick 2008

Am zweiten Tag des Jahres durfte ich, nachdem ich 2 Tage frei hatte, wieder in der Tagesklinik antanzen. Ja, jetzt war ich schon zwei Wochen dort, also eigentlich noch frisch. Voll komisch, dass man das neue Jahr in der Klapse anzufangen! Auf der anderen Seite hatte ich auch in der Tagesklinik eigentlich meinen Platz gefunden. Die Jugendlichen waren alle klasse und die Betreuer nett. In der Schule hatte ich mich noch nie so wohl gefühlt wie dort. Aber nach einigen Wochen konnte ich wieder in meine alte Schule zurück und war nur Freitags in der Klinik. Am Anfang war es schwer mich wieder an den Alltag zu gewöhnen. Die Schule war unendlich lag und ich fiel im Internat manchmal nachmittags ins Bett. Oft bin ich auch ausgerastet, weil mir alles zu viel wurde. Zum Glück hatte ich ja nur 4 Tage die Woche Schule... Mitte Februar wurde ich dann aus der Tagesklinik ganz entlassen. Was heißt ganz? Ich war freitags immer noch da, aber halt nur ambulant. Für mich war es manchmal schwer, denn ich war jetzt wieder auf mich alleine gestellt.
Dann kam eine Zeit, die ich selbst nicht verstand. Es war mir irgendwie alles egal. Der ganze Streß und die Menschen, mit denen ich schon immer nicht konnte, prallten an mir ab. Ich hatte Streß zu Hause, aber das war mir egal und ich distanzierte mich von allen. Irgendwie ging es mir aber gut dabei. Ich war auch in der Tagesklinik, weil mir viele Dinge zu nah gingen und ich nicht damit klar kam. So war es auch mal gut, anders mit Problemen um zugehen.
Wie es damit weiter ging, weiß ich gar nicht so genau. Irgendwie hat sich alles gebessert. In der Zwischenzeit lief die Schule auf den Abschluss zu. Ich musste mich also um meine berufliche Zukunft kümmern. Es war nicht immer so erfreulich. Das Berufsbildungswerk in Bitburg hatte mich abgelehnt und zur Handelsschule wollte ich nicht. Manchmal war ich irgendwie etwas ratlos. Naja, als es dann entschlossen war, dass ich nach Neckargemünd ginge, kam wieder etwas Licht in mein Chaos. Endlich freute ich mich auf meine Zukunft. Ich war irgendwie in den Gedanken nicht mehr in der Schule. Ich konnte es nicht erwarten, von der Schule abzugehen. Ich hatte genug! Die 6 Jahren, die ich in Köln war, waren die besten Jahre. Ich habe so viel erlebt. Ich hab gute Freunde gefunden. Trotzdem wollte ich einfach da weg sein. Nachdem ich aus der Klinik kam, war die Schule fremd für mich. Teilweise hat mein Umfeld auch davon Schaden genommen, doch ich hab mir geschworen, ich will jetzt auch mal aufpassen, dass es mir gut geht. Es klappte eigentlich auch. Ich hab mich total wohl gefühlt. Mit der Abschlussklassenfahrt habe ich mich von meiner Klasse im Guten verabschiedet. Dann kam auch schon der Abschluss. Ich habe meinen 10b-Abschluss mit Qualifikation für die Oberstufe geschafft. Manchmal hab ich dran gezweifelt...
In den Sommerferien kam mein Vater mit seiner Familie zu Besuch. Leider ein Rückschlag in meinem Jahr 2008. Er hat sich nicht wirklich um mich geschert. Ich frage mich immer noch, warum er 10000 km anreist und dann seine Zeit nicht nutzt. Enttäuscht und verletzt verliefen die restlichen Sommerferien. Aber inzwischen hab ich mich wieder beruhigt und mich lässt mein Vater nur noch kalt!
Endlich kam ich ins Berufsbildungswerk Neckargemünd und ich war so glücklich. Alles war so neu und toll! Ich hatte meine Berufsvorbereitung angefangen. Es war so spannend. Ich lernte neue Leute kennen und mir ging es richtig gut. Mein Ausbilder ist super, das Internat ist toll und überhaupt alles. In der Zeit, wo ich dort bin, habe ich schon viel geschafft. Ich hab sogar den Mut gefasst, wieder laufen zu trainieren. Nun erfahre ich auch in meiner Maßnahme viel über mich selber. Meine Stärken und meine Schwächen. Manchmal macht es mir zu schaffen, doch da muss man schließlich durch... Ich habe viele Leute, die mich mögen, doch für Freundschaft reicht das noch nicht aus.
Zum Ende des Jahres trennte sich meine Mutter von ihrem Lebenspartner. Ich zog mit ihr und meiner Schwester in eine kleinere Wohnung. Am Anfang war es schwer zu verstehen, dass ich kein eigenes Zimmer mehr habe, aber durch die positiven Seiten des Umzugs, hab ich mich den Umständen angepasst.
Mein Jahr 2008 war ingesamt ein gutes Jahr. Ich hab langsam angefangen, aber es ging doch steil rauf. Ich sehe die schlechteren Zeit als Erfahrungen und nehme sie im Guten an mich. Vielleicht wäre ich ohne diese Erfahrungen nicht da, wo ich jetzt bin. Eigentlich finde ich, dass ich trotz all dem eine positive Entwicklung gemacht habe und ich bin um ehrlich zu sein auch ein bisschen stolz auf mich!
Ich verlasse das Jahr 2008 mit gutem Gewissen.
31.12.08 17:50
 


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